Nur für SkW-Mitglieder: Steinhuder Meer

Die FAM

Ab sofort bis zum Ende de Segelsaison 2019 ist die vereinseigene "SUNDOWNER", das "Dickschiff", eine FAM, wieder im Steinhuder Meer zu nutzen. Das Boot liegt am Steg des "Fischerstübchen" in Mardorf.

Mitglieder, die im Besitz eines Sportbootführerscheins Binnen sind (oder über das Zertifikat "IWS" verfügen) haben somit die Möglichkeit in einem "fremden" Revier die gewonnenen oder vorhandenen Kenntnisse anzuwenden.

Wer die FAM für einen oder mehrere Tage nutzen möchte, melde sich bitte beim Vorsitzenden Eike Wahlers entweder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch unter 04261/414 36 91. Von dort bekommt ihr die Bootmappe und die Bootsschlüssel.

Unser Bootswart Stephan Schmidt ist auskunftsbereit für die technischen Details (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Der Kostenbeitrag für die Nutztung der FAM beträgt pro Tag 25,00 €, die beim Abholen der Bootsschlüssel zu entrichten. Davon werden die Aufwendungen u.a. für den Liegeplatz und die Versicherungen bestritten.

Bei dem Fischer-Stübchen handelt es sich um ein Hotel und Restaurant mit angeschlossenem Campingplatz.

Anschrift:
Fischerstübchen
Hotel & Restaurant
Uferweg 92
31535 Neustadt/Mardorf
www.fischerstübchen-mardorf.de

 

Ein paar Informationen zur FAM

Uwe Mares und Hubert Raudaschl waren vor 44 Jahren erfolgreiche Segler. Die im Jahr 1969 noch jungen Männer wurden von den Klepper Werken – heute noch bekannt für Faltboote – beauftragt so etwas wie ein Volkssegelboot zu konstruieren.

Die Kriterien für die Konstrukteure waren:

M ausreichend großes Fahrten und Familienboot

M segelbar auch nur mit einer Hand

M Platz für bis zu vier Personen

M schnelles Regattaschiff

M Trailerboot auch für kleinere Zugfahrzeuge

M sehr geringer Tiefgang für alle Reviere

M hohe Sicherheit gegen Kenterung

Die Kriterien wurden mit einem für damalige Verhältnisse stattlichen GFK-Bootes mit einer Länge von 5,40 Metern eingehalten.

Ein Name war auch schnell gefunden: FAM, was darauf hinweisen sollte, daß es ein Boot für die ganze Familie sein sollte.

Das ist bis heute so geblieben.

Die FAM, rund 2.900 mal gebaut, ist der erfolgreichste Jollenkreuzer in Deutschland, wird von der aktiven Klassenvereinigung FAMAS Deutschland e.V. mit 400 Mitgliedern betreut und erfreut sich vor allen Dingen auf den Binnenrevieren bleibender Beliebtheit.

Dabei zeigt sich daß die Konstrukteure gute Arbeit geleistet haben. Die FAM mit ihrer Wasserlinienlänge von knapp fünf Meter und dem sportlichen Siebenachtel-Rigg ist im Vergleich mit modernen kleinen Segelbooten immer noch ein flotter Segler.

Der Yardstikwert beträgt auch heute noch für Siege aussichtsreiche 114.

Im Cockpit gibt es ausreichend Platz für vier Personen und der Tiefgang ist durch ein Ballastschwert schnell von 1,40 Meter auf 23 Zentimeter zu reduzieren.

Seit 1980 wird das mit einem Gewicht von 435 Kilogramm auch von Mittelklasse-PKW zu trailernde Boot bei Bootsbau Gruben in Markdorf am Bodensee gebaut. Die Werft wurde vom DSV dafür lizenziert.

Die Maße mit 2,05 Meter Breite eine Besegelung von 19 Quadratmetern am Wind, einem Schwertgewicht von 88 Kilogramm und der Masthöhe über Wasser von acht Metern haben sich bis heute nicht verändert.

Dafür sorgen die Klassenvereinigung und der Deutsche Segeler-Verband, für den die FAM eine Nationale Klasse ist. Die Strenge in der Auslegung der Bauvorschriften hat ihre Bedeutung, denn die Eigner der FAMs sind aktive Regattasegler – am liebsten in der FAM-Einheitsklasse.

Kleine Tipps und Tricks, die nicht gegen die Klassenvorschriften verstoßen werden in der Regel in der Clubzeitschrift der Klassenvereinigung, „Schwertkurbel“, veröffentlicht und sind dann auf den Regattabahnen schnell Allgemeingut.

Wer bei einer FAM-Regatta gewinnt, muß in der Regel sehr gut segeln können. Die Sieger genießen deshalb auch hohes ansehen in der FAMAS-Familie. In diesem Jahr veranstaltet die Klassenvereinigung wieder einige Regatten auf verschiedenen deutschen Binnenrevieren.

In den ersten Jahren ihrer Produktion wurde die FAM in drei Versionen angeboten:

Die Fam-Sport mit Ausreitgurt und Trapez und einer Kajüte, die nur als Segelstauraum diente, die FAM 1 mit Ausbau und Scheuerleiste und die FAM LS mit verschließbaren Backskisten, unterteilten Ablagen im Vorschiff zwei ovalen Fenstern auf jeder Seite und einen Ziersteifen.

In der langen Geschichte des Bootes gab es weitere Verbesserungen, die in die Klassenvorschriften integriert wurden.

Es gibt darüber hinaus bei der Klassenvereinigung ein „Technisches Handbuch“ als dicke Loseblattsammlung.

Sie enthält auch jede Menge Reparatur- und Pflegeanleitung und macht deutlich, dass sich FAM-Eigner intensiv mit ihren Booten beschäftigen.

Für viele FAM-Eigner, die auch heute noch mit dem Boot im Urlaub per Trailer zu neuen Revieren fahren, ist ihre FAM ein zwar zum Wohnen enges aber dabei unkompliziertes Fahrtenschiff.

Geschwaderfahrten der FAMAS-Gemeinde sind seit Gründung der Klassenvereinigung vor 40 Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramms.

Da rund 2.900 Boote des Typs FAM gebaut wurden, ist das Angebot auf dem Gebrauchtbootmarkt groß.

Tatsächlich gibt es gut gepflegte FAMs bereits ab rund 3.000 Euro, inklusive Trailer, was den Jollenkreuzer auch zu einem idealen Einsteigerboot macht.

<Ende, aus bootswirtschaft 3/2013, bearbeitet>